Die Bandbreite ist groß: von Zyklus und Wechseljahren über Schlaf, innere Unruhe und Erschöpfung bis zu Infekten, Allergien, Verdauung und Gelenken. Oft ergänzen die Kräuter die Akupunktur.
„Kräutertee? Hab ich schon probiert.” Das höre ich oft. Gemeint ist fast immer ein Beutel aus der Drogerie. Eine Mischung, die für genau diese eine Frau zusammengestellt wurde, nach ihrem Puls, ihrer Zunge und ihren Beschwerden, ist etwas ganz anderes.
Termin buchenDie Bandbreite ist groß: von Zyklus und Wechseljahren über Schlaf, innere Unruhe und Erschöpfung bis zu Infekten, Allergien, Verdauung und Gelenken. Oft ergänzen die Kräuter die Akupunktur.
Ja, das ist einer meiner Schwerpunkte. Ich setze Kräuter zur Zyklusregulation ein, bei Regelschmerzen und bei Wechseljahresbeschwerden wie Nachtschweiß und Schlafstörungen. Die Mischung richtet sich nach deiner Zyklusphase oder deiner Lebensphase.
Ja. Bei innerer Unruhe, Schlafproblemen, Erschöpfung und Burnout gehören Kräuter für mich fest dazu, westliche wie chinesische. Welche passen, hängt davon ab, ob du eher überdreht oder eher erschöpft bist.
Bei Infektanfälligkeit und bei dem, was nach einem Infekt bleibt, etwa anhaltendem Husten oder Heiserkeit, arbeite ich viel mit Kräutern. Sie begleiten das Abklingen und stärken für die nächste Erkältungszeit.
Heuschnupfen und andere Allergien gehören zu den Beschwerden, bei denen ich Kräuter besonders gern einsetze. Am besten beginnen wir einige Wochen vor deiner Pollensaison.
Verdauungsbeschwerden sind ein klassisches Feld der Kräuterheilkunde, im Westen wie in China. Hier spielt auch die Ernährung eine Rolle, zu der ich dich nach der Chinesischen Medizin berate.
Sie können einen guten Beitrag leisten: innerlich als Tee, äußerlich als Umschlag oder Einreibung. Bei Gelenken verbinde ich sie meist mit Akupunktur.
Tatsächlich gibt es viele traditionelle Kräuter-Anwendungen, die sich bei Schwellungen, Schmerzen und Entzündungen bewährt haben (immer vorher ärztlich abklären lassen).
In den meisten Fällen ja, aber nicht jedes Kraut passt zu jedem Medikament. Ein bekanntes Beispiel: Johanniskraut kann die Wirkung der Pille abschwächen. Sag mir deshalb immer, was du einnimmst, auch frei verkäufliche Mittel. Ich wähle die Kräuter so aus, dass sie sich damit vertragen.
Ja, das eine schließt das andere nicht aus. Kräuter arbeiten anders als ein Schmerzmittel: nicht in zwanzig Minuten, dafür über Tage und Wochen. Deine Medikamente nimmst du zunächst wie gewohnt weiter. Wenn du sie verändern möchtest, besprichst du das mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Dein Rezept gibt es nur einmal. Es richtet sich nicht nach einem einzelnen Symptom, sondern nach deiner gesamten Verfassung und dem, was mir dein Puls und deine Zunge zeigen.
Oft zeigen sich nach einiger Zeit erste Veränderungen: Vielleicht lässt das Frieren nach, oder das Einschlafen fällt leichter. In regelmäßigen Abständen passe ich die Mischung an und tausche einzelne Pflanzen aus.
Du trinkst nicht gern Tee? Dann gibt es Tropfen, Tabletten, Kapseln, Pulver oder Tinkturen. Äußerlich kommen Salben, Wickel und Inhalationen dazu.
Gern arbeite ich auch mit ätherischen Ölen. Über den Geruchssinn wirken sie erstaunlich direkt auf Stimmung und Anspannung, und auf Akupunkturpunkte aufgetragen, ergänzen sie die Behandlung.
Bitter, scharf, süß, sauer, salzig: In der Chinesischen Medizin entscheidet der Geschmack eines Krauts mit darüber, wo es im Körper ansetzt. Mit diesem Wissen wähle ich vor allem heimische Pflanzen aus und ergänze sie um einzelne chinesische, zum Beispiel Ingwer.
Heilpilze haben in der Chinesischen Medizin einen festen Platz und gelten traditionell als Begleiter ab der Lebensmitte. Manche Pflanzen setze ich als „Seelen-Pflanzen” ein, in bewegten Zeiten, wenn Abgrenzung schwerfällt oder ein neuer Schritt Mut braucht.
Meine Erfahrung mit Pflanzen-Meditationen gebe ich in Seminaren weiter.