Die Wechseljahre aus Sicht der Chinesischen Medizin
Wo die westliche Medizin vor allem sinkende Hormone sieht, kennst die Chinesische Medizin ein ganzes Bild dahinter – und eine überraschend andere Haltung.
Das Leben der Frau verläuft in einem 7-Jahre-Rhythmus.
Alle sieben Jahre erreicht der Körper eine neue Schwelle: Um das neunundvierzigste Jahr – sieben mal sieben – tritt die Frau in die Wechseljahre ein.
Getragen wird dieser Rhythmus von der Essenz (Jing), die in der Chinesischen Medizin den Nieren zugeordnet ist. Sie ist dein Grundkapital an Lebenskraft. In den Wechseljahren geht die Essenz nicht verloren – der Körper stellt nur um: Er braucht sie nicht mehr Monat für Monat für einen möglichen neuen Menschen. Diese Kraft wird jetzt frei. Viele der typischen Beschwerden entstehen genau in dieser Umstellungsphase – etwa wenn die kühlende, nährende Seite (das Yin) knapper wird und Hitze nach oben steigt: als Wallung, als Nachtschweiß, als nächtliche Unruhe.
Der zweite Frühling
In China spricht man von der Zeit nach den Wechseljahren als dem zweiten Frühling. Die Frau muss ihre Kraft nicht mehr nach außen geben – sie darf sie für sich behalten. Was früher in den Zyklus floss, steht nun ihr selbst zur Verfügung: für das, was ihr wichtig ist, für Klarheit, für die Weisheit der reifen Jahre.
Es geht nicht darum, ein Defizit zu verwalten, sondern dich durch einen Übergang zu begleiten, an dessen Ende neue Kraft steht.
Mehr dazu liest du in meinem Beitrag Menopause – der 7-Jahre-Zyklus der Frau.